Was ist Gaia?

Herkunft & Bedeutung

Der Name Gaia entspringt der altgriechischen Mythologie und gilt als Personifikation der Göttermutter. Somit symbolisiert sie auch eine der ersten Gottheiten, ein ursprünglichstes Element des Universums am Beginn der Schöpfung – neben der Luft, dem Meer und dem Himmel. Gaia, Mutter Erde oder Pacha Mama wird in der Verbindung von Spiritualität und Ökologie, im Prozess des derzeitigen Bewusstseinwandels und einer Erneuerung der Beziehung des Menschen zu seiner Quelle – der Natur – von vielen Menschen als das lebendige Wesen Erde erkannt.

Gaia – Hypothese 

Die Gaia Hypothese wurde in den 70er Jahren von James Lovelock und Lynn Margulis entwickelt. Die Gaia Hypothese versteht die Erde als ein lebendiges, sich selbst regulierendes System. Ein entscheidendes Merkmal dieses Organismus ist die Fähigkeit zur Selbstorganisation. Lovelock vermutet, dass es bei der Entstehung der Erde einen kurzen Zeitraum gab, in dem für die Entstehung des Lebens günstige Bedingungen herrschten. Das Leben entwickelte sich nun weiter und nahm Einfluss auf die Entwicklung seiner Umgebung. Durch Feedback in den Beziehungen von Lebewesen und Erdoberfläche bzw. äußerem Erdkörper konnte sich die Biosphäre über Jahrmilliarden in einem konstanten Milieu halten.

Nach der Gaia Hypothese bilden die Organismen und Mikroorganismen der Erde somit in einer Art Symbiose einen größeren Organismus. Die zahlreichen Beziehungen innerhalb des Organismus Gaia spiegeln die Wirklichkeit als „vernetztes System“.